Kalibrierung wirklich nötig? Teil 1 Scanner


Teuer und wirklich notwendig?
Das fragt man sich, wenn man sich das erste mal über Farbstiche auf dem Monitor, dem Scanner oder den Ausdrucken ärgert.
Zugegeben, die schönen Urlaubsfotos sind meist doch so farbig, daß ein klein bissl Farbverschiebung kaum auffällt, da dreht man kurz am Sättigungs- und Farbtemperaturregler oder läßt das gleich die Automatik machen und schon siehts doch gut aus.
Auf Dauer hat der engagierte Amateur (der Semi- und Vollprofi sowieso) doch höhere Ambitionen. Doch die Materie (und den Aufwand) unterschätzen sollte man dabei keinesfalls. Klappt die Monitorkalibrierung vielleicht noch halbwegs brauchbar mit der netten Anleitung aus dem Internet und dem entsprechenden Beispielbild mit Grau- und Farbwerten, ist spätestens bei anderen Ein- und Ausgabegeräten mit „Hausmitteln“ das Ende erreicht. Auch und vor allem, weil man den wirklich Schuldigen nicht direkt ausmachen kann, Drucker, Scanner, Kamera oder Monitor?
Das haben die Zubehörfirmen inzwischen auch entdeckt und freundlicherweise ihre Preise entsprechend angepaßt. Die Konkurrenz liegt preislich ungefähr gleich, sodaß man sich auf die spärlichen Tests verlassen muß. Wer gleich Monitor und Drucker kalibrieren möchte, liegt mit Hard- und Software schnell bei 400.- Euro. Die reine Monitorkalibrierung fängt „schon“ bei rund 100.- Euro (+- 20.-€) an, allerdings ist das wohl eher „anfüttern“, denn der kalibrierte Monitor nützt nur, wenn man durchgehend außer Haus bei kalibrierten Dienstleistern ausbelichten läßt. Wer selbst farbechte (oder -ähnliche) Prints herstellen möchte, wird wohl oder übel auch auf die Druckerkalibrierung zurückgreifen müssen.
Eine etwas günstigere Möglichkeit ist dabei, einen eventuell vorhandenen Scanner zu nutzen, allerdings muß dieser natürlich auch erst kalibriert werden.
Im ersten Teil unserer Kalibrierungsreihe wenden wir uns deshalb dem kalibrieren unseres Scanners zu.

Was wir zum Kalibrieren des Scanners benötigen

  • Einen Scanner (wer hätte das gedacht)
  • Eine IT8-Vorlage
  • Ein Programm zur Profilerstellung

Das nutze ich

  • Scanner Epson 1640SU unter Vista 64bit (funktioniert wirklich)
  • IT 8.7/2 and 8.7/1(ISO 12641) kalibriertes Foto von Wolf Faust
  • Profil Prism Software von ddisoft

So lief die Kalibrierung ab
Zuerst wurde das IT8.7 kalibrierte Foto auf den Scanner gelegt, ein schwarzer Karton als Hintergrund um eventuelle Überstrahlung durch die normalerweise weiße Hintergrundklappe zu eliminieren. Im Epson Scan Programm wurde der professionelle Modus eingeschaltet, in dem jegliche Automatik der Scansoftware auch wirklich abgeschaltet werden kann. Zusätzlich wird für das Foto noch eine Textdatei benötigt, die für das Profilprogramm die Daten des Fotos in Textform zur Verfügung stellt (stark vereinfacht ausgedrückt).
Das Foto wird als tif abgespeichert und in Profil Prism eingeladen. Die Textdatei als Referenz angegeben (dazu muß die mitgelieferte Textdatei in den Installationsordner von Profil Prism kopiert werden).
Nun in Profil Prism noch die Ecken des Bildes markieren und auf Knopfdruck erstellt das Programm das Profil (icm) für den Scanner und zeigt auch gleich an, was es bei dem Scanner festgestellt hat.
Bei mir:
Esposure image is properly exposed (20%)
White balance accuracy 1% (Excellent – white balance is very accurate)
Lighting variance 2% (Excellent – even lighting across chart)
Note: 3 patches marked with „X“ are at minimum/maximum brightness
Shadow detail: Excellent – no gray patches clipped

Ein wirklich hervorragendes Ergebnis, das für die Qualität des Scanners spricht. Ein weiterer Scan. dann mit dem eingestellten neuen Profil, zeigt, daß Profil Prism aus dem bereits sehr guten, einen noch etwas besseren Scanner gemacht hat.
Hier das Referenzfoto vor der Kalibrierung:

Referenzbild vor der Kalibrierung

Referenzbild vor der Kalibrierung

Nach der Kalibrierung:

Referenzbild nach der Kalibrierung

Referenzbild nach der Kalibrierung

Deutlich zeigen sich nach der Kalibrierung die Unterschiede, die das Ergebnis sichtbar verbessern. Ich denke, man sieht den Unterschied auch hier im Internet bei den verkleinerten Bildern im jpg-Format.

Links zu den Dateien:
Das IT 8.7/2 and 8.7/1(ISO 12641) Bild erhält man günstig (wirklich! Mit Versand ca. 15.- Euro) direkt bei Wolf Faust unter http://www.targets.coloraid.de. Sowohl Aufsicht-, als auch Durchsichtvorlagen, vereinfacht gesagt findet sich hier so ziemlich jede Referenzdatei, die man benötigen könnte, auch für andere Zwecke. Geliefert wird (meist innerhalb eines Werktages) die Vorlage und eine CD mit den Referenzdateien.
Das Programm Profil Prism gibt es von Mike Chaney bei www.ddisoftware.com. Das Programm Profil Prism kommt ebenfalls per Post mit einer Referenzvorlage für die Druckerkalibrierung. Das Programm kostet 79.- US$, also rund 65.- Euro.

Wolf Faust hat mir noch die Hinweise auf ebenfalls erhältliche kostenlose Profiler geschickt:
„Wer nur an der Scannerprofilierung interessiert ist, kann anstatt
ProfilePrism auch die reichlich vorhanden kostenlosen Scanner-
Profiler verwenden. Da es oft große Qualitätsunterschiede zwischen
den Profilern gibt, kann ein Blick auf andere Software durchaus
lohnen, inbesondere wenn man problematische Dias scannt.
Recht gut und einfach in der Bedienung ist z.B. auch CoCa ( 
http://www.muscallidus.com/coca ) für Windows und RoughProfiler (
http://www.jpereira.net/roughprofiler ) für MacOS. Sowohl CoCa als
auch RoughProfiler sind einfach zu bedienende Benutzeroberflächen
für den enthaltenen argyll CMS Profiler.“

Vielen Dank für die Tipps.

Die Artikelreihe zu dem Thema

  1. Kalibrierung wirklich nötig? Teil 1 Scanner
  2. Druckerkalibrierung – Teil 2 Drucker
  3. Teil 3
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Die Fotos vom Fotografen in der Schule und im Kindergarten gefallen Ihnen nicht?


Ein leidiges Thema – Kindergarten- und Schulfotografie als Gelddruckmaschine und die Qualität ist im Keller

Was habe ich mich über die Fotos meiner Kinder in den oben genannten Lehrinstitutionen schon geärgert. Wo einige dieser „Fotografen“ ihren Job gelernt haben, erschließt sich einem leider nur manchmal.
Sie haben da mehr Glück? Ihnen gefallen die Fotos Ihrer Kinder im Kindergarten und in der Schule? Der Fotograf dort ist freundlich und liefert gute Qualität? Dann gehören Sie sicher zu den glücklichen Eltern. Genießen Sie es und bedanken Sie sich bei Ihrem Fotografen.
Aber auch hier gibt es durchaus zwei Seiten der Medaille. Einen sehr lesenswerten Artikel zu dem Thema finden Sie hier:
http://kwerfeldein.de/2012/01/12/lieber-kindergartenfotograf-ein-antwortbrief/

Ich kann den Artikel nur empfehlen. Lesen Sie mal und dann vergleichen Sie das mit der Situation Ihrer Kinder in Ihrem Kindergarten oder Ihrer Schule.

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Dropbox-Aktion für Samsung mit 48 GigaByte Speicher satt


Hammeraktion für alle Samsung-Android-Nutzer

Die Dropbox erreicht eine immer größere Nutzer- und Fanschar und das durchaus zurecht. Einfacher lassen sich Dateien online speichern und weitergeben wirklich nicht. Zwar kann die Dropbox nicht hexen, der Upload ist natürlich von der Netzgeschwindigkeit abhängig.

Bisher bot die Dropbox 2 GB online-Speicherplatz, den man schon mit einfachen Mitteln (Twitterfeed, Facebookeintrag, Freundeeinladung usw.) um einige hundert Megabyte bis auf einige Gigabyte kostenlos erweitern. Nun gibts für Samsung-Android-Smartphones eine Sonderaktion. 48 Gigabyte Speicherplatz gibts, wenn man nach der Anmeldung seiner Dropbox, nun auch die Androidapp auf sein Samsung installiert und sich von dort aus anmeldet. Einziger Haken, derzeit ist die Aktion auf zwei Jahre befristet. Allerdings…. wer weiß, was in zwei Jahren ist :-).

Dann nix wie hin zur Dropbox, hier gehts lang.

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Hallensport mit Telezooms


Das Tamron 70-200/2.8 und das Sigma 120-300/2.8 im Praxistest

Ein sicher spannender Test für zwei herausragende Telezooms. Demnächst hier.

Die Probanden:

Das Tamron 70-200 mit 2.8 Lichtstärke

Das Sigma 120-300 mit Lichtstärke 2.8

Das Ganze mit einer Eos 5D Mark II und einer Eos 550D.

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Bundesligatrailer für die Hallensaison


Mit heißer Nadel gestrickt – Shooting für Hockey TSV
TSV Mannheim ist bereit für die Bundesliga 2012/2013
Eine Blitzübung wurde das Shooting mit den Spielerinnen und Spielern des TSV Mannheim Hockey für die Hallenbundesliga 2012/2013. Es ist immer schwierig, Teams zu Portraitaufnahmen und zum Mannschaftsfoto zusammenzubekommen, noch schwieriger wird das natürlich, je mehr Spieler dabei involviert sind. Nachdem alle Versuche, im Training erfolgreich shooten zu können, scheiterten, blieb als letzte Chance der Vorbereitungsturniersamstag. Ein Nebenraum wird gerade renoviert, steht somit leer und für das Shooting zur Verfügung. Kurze Überlegung, was gebraucht wird und mit dem Nötigsten versorgt geht es morgens in die Halle.
Die Ausrüstung:
Canon Eos 5D Mark II (für Video und Fotos)
Canon Eos 550D (für Fotos beim Turnier und als Ersatz)
Canon EF 28-135/ L IS USM
Canon EF 70-200/4.0 L USM
Tamron 70-200/2.8
Zwei Canon Blitze 580 EXII
Vier (!) Stative
Hintergrundkarton Schwarz
Hintergrundkarton Weiß
Klebeband
Schere
plus der übliche Kleinkram (Speicherkarten, Ersatzakkus usw.).
In der Hoffnung, den Hintergrundkarton an die Wand kleben zu dürfen (es soll ja erst noch renoviert werden), hatte ich nur zwei ca. 70cm breite Rollen dabei. Das sollte auch für die (Halb-)Portraits genügen. Beim Befestigen des Hintergrunds stellte sich später heraus, daß ich die Größe einiger Spieler deutlich unterschätzt hatte…… da mußte also dann noch Photoshop hinterher ran. Kurze Aufregung als ein Fotografenkollege für ein Sonderfoto für die Zeitung auf der Suche nach einem entsprechenden Hintergrund war, aber da ist man ja kollegial und natürlich durfte der Kollege den Hintergrund auch nutzen. Was er auch überschwenglich dankbar nutzte und sein Auftrag somit auch gerettet war.
Für die Portraits hatte ich den weißen Hintergrundkarton gedacht, der schwarze sollte für einen kurzen Videoclip als Hintergrund dienen.
Für die Mannschaftsfotos hatte ich auf schlechtes (!), aber nicht zu schlechtes Wetter gehofft, da ich die Fotos im Freien machen wollte, schön mit dem Fernmeldeturm Mannheims im Hintergrund. Während die Damen bei den Einzelshootings wunderbar gemeinsam auftauchten, waren die Herren diesbezüglich ein wenig unsortierter. Durch den festen Aufbau der Kameras und die Tatsache, daß ich die Fotos nicht verschlagworten mußte, stellte dies jedoch kein Problem für mich dar.
Insgesamt waren wir rund vier Stunden, für rund 30 Einzelportraits, Kurzclips und die beiden Mannschaftsfotos, gut beschäftigt. Bildbearbeitung und Trailererstellung natürlich nicht mitgerechnet. Die gute Vorplanung zahlte sich da natürlich sehr positiv aus. Allerdings mußte die Nachbearbeitung mit sehr heißer Nadel gestrickt werden, da ich mit allen Arbeiten spätestens Sonntagsnachmittags fertig sein wollte.
Der Trailer
Kleinere Fehler waren leider in der Kürze der Zeit nicht gänzlich zu vermeiden.

Die Mannschaftsfotos
Das Wetter spielte genauso mit, wie geplant, dramatische Wolkenstimmung unter dem Fernmeldeturm.

Die Bundesligadamen des TSV Mannheim Hockey

Die Bundesligaherren des TSV Mannheim Hockey

Für die Kürze der Zeit, doch recht ansprechende Ergebnisse, oder?

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Vernissage in (bewegten) Bildern


Kleiner Trailer über die Vernissage von selle-walterART
Um ein paar Fotos bei einer kleinen Vernissage bat mich eine befreundete Künstlerin, Nicole Selle-Walter (http://www.selle-walter.de) von selle-walterART, letzten Mittwochabend. Grund war das Wandgemälde, daß sie exclusiv für die Gaststätte Lavendel (vom TSV Mannheim Hockey, übrigens sehr zu empfehlen) gestaltete. Da die Vernissage im kleinen Kreis und recht zwanglos ablaufen sollte, entschloß ich mich, eher im Hintergrund zu bleiben und Fotos und ein paar kleine Videoclips aufzunehmen. Das übliche „Übergabebild“ von Künstlerin zu Auftraggeber wird erst zu einem späteren Zeitpunkt gemacht, also war klar, daß es auch sonst keine „gestellten“ Fotos geben wird. Das erschwert die Aufgabe natürlich etwas, stellte für mich aber auch eine schöne Herausforderung dar. Beim abendlichen Durchschauen der Bilder und Clips kam mir (natürlich) wieder die Idee mit dem Videotrailer in den Sinn. Da ich derzeit etwas tiefer in die Materie der Verbindung von Video und Musik versuche einzutauchen, sollte eine Verbindung von bewegten Bildern mit Fotos und entsprechender leichter  Hintergrundmusik entstehen. Über kleinere Wackler bei den Videos schaute ich bei der Schnellerstellung erstmal weg, die lassen sich in einer Endversion mit Magix Video Deluxe größtenteils automatisch eliminieren. Die Hintergrundmusik entstand wieder mit Magix Music Maker mit Ambient-Loops.
Hier das Ergebnis:

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Trailer komplett mit Video und Musik


Hier zeige ich Euch ein aktuelles Beispiel eines Trailers, den ich gerade erstelle. Die Videosequenzen sind mit der Canon Eos 5D Mark II und dem Samsung Galaxy S2 entstanden. Die Musik für den Trailer erstelle ich ebenfalls gerade, vorab zeige ich aber schon einmal das grobe Grundgerüst. So sieht der Trailer im Moment aus und so hört er sich an:

Als Software kommen ausschließlich Magix-Produkte zum Einsatz. Für die Videobearbeitung und das Zusammenmischen mit der Musik ist es Magix Video Deluxe. Zur Musikerstellung nehme ich hier den Magix Music Maker.
Demnächst gibts etwas ausführlicher das making of…..

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