Langweilige Tierfotos? Kleine Nachbearbeitung für Zoofotos


Leichtes Aufpeppen von Zoofotos – Probieren Sie mal
Die neue Kompaktkamera in der Tasche und voller Ideen geht es auf in den Zoo, um den Tieren so richtig auf den Zahn zu fühlen. Während beim Fotografieren auf dem Display noch alles wunderbar aussieht, zuhause kommt ein wenig Ernüchterung auf. Wenn die Selbsteinsicht fehlt, werden spätestens die Kommentare des Partners oder der Freunde bei der Fotoschau klar machen, daß es irgendwie doch wohl ein wenig schwieriger ist, ansprechende Bilder der Tiere im Zoo zu schießen.
Ich weiß selbst, wovon ich da spreche und habe deshalb mal ein paar Fotos aus dem Jahre 2002, fotografiert mit einer Kompaktdigitalkamera mit 5 Megapixeln, rausgesucht und einfach ein wenig nachbearbeitet. Aus einigen recht langweiligen Fotos lassen sich durchaus kleine Hingucker machen.
Ich habe mich hierbei auf schnelle Umsetzung konzentriert und mich auf Fotos konzentriert, wie sie wohl jeder schon mal gemacht hat und dann eher verschämt auf der Festplatte versteckt hat. Ich hoffe, Sie honorieren meinen Mut, auch meine Danebenschüsse zu zeigen :-).
Beispiel 1 – Zu weit weg – zu viel Umgebung
 
Leider kam ich nicht näher ran, oder doch? Mit einem Bildausschnitt und einer sogenannten Vignette (eine Art schwarzer Rahmen mit einem hellen Mittelpunkt) habe ich das Löwenportrait in den Mittelpunkt gesetzt und die Umgebung ausgeblendet.
Beispiel 2 – Formatänderung
 
Um das Tier auf dem Originalfoto halbwegs beeindruckend zeigen zu können, müßte man schon ein recht großes Bildformat wählen. Die Änderung auf das Hochformat macht zwar immer noch kein Meisterwerk aus dem Bild, aber deutlich beeindruckender zeigt sich das Tier nun sicher.
Beispiel 3 – Tiger hinter Gittern – Warum nicht S/W
 
Ein ausdrucksstarker Blick und ein wunderbar gemustertes Fell, einfach wunderbar, wäre da nicht das Gitter und der Hintergrund? Ich habe das Gitter einfach als Rahmen benutzt, um den Blick auf das Gesicht und die Augen zu lenken. Um nicht von Farben abgelenkt zu werden, wurde das Foto einfach in S/W umgewandelt und der Kontrast ein wenig erhöht. Wer möchte, kann hier auch noch weiter mit dem Kontrast spielen oder mal, etwas surreal, mit Falschfarbenfiltern im Programm arbeiten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesteckt.
Beispiel 4 – Der Zaun nervt –  einfach abschwächen
 
Zugegeben, der Zaun sticht schon auf dem Original nicht fest ins Auge, aber mit ein nur wenig Nachbearbeiten, fällt er noch weniger auf. Der Ausschnitt läßt schon einiges vom Zaun verschwinden, dann mit „Lichter“ anpassen und „Belichtung“ ein wenig spielen und der Zaun fällt noch weniger auf.
Beispiel 5 – Und noch einmal Vignette und als Sahnehäubchen ein feiner Rahmen
 
Ich gebe zu, ich bin ein kleiner Fan der Vignette, um das ganze aber noch ein wenig nobler aussehen zu lassen, hier noch ein feiner Rahmen um das Bild.

Beispiel 6 – Schmankerl mit 2,3 Megapixel aus dem Jahr 2000
Hier noch ein Schmankerl aus dem Jahr 2000, aufgenommen mit einer Ricoh 5300 mit gerade mal 2,3 Megapixel:
 
Schon erstaunlich, was selbst aus diesen Bildern noch herauszuholen ist, hier der Ausschnitt in voller Auflösung:

Schauen Sie doch mal Ihre alten Zoofotos durch, vielleicht konnte ich Ihnen da Anregungen geben.
Und noch besser: Beim nächsten Zoobesuch haben Sie weniger Angst, wenn das Tele mal nicht reicht, Sie wissen ja jetzt, wie Sie aus Ihren Tierfotos die Modelmaße rausholen :-).

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung des Zoo Heidelberg.

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2 Antworten zu Langweilige Tierfotos? Kleine Nachbearbeitung für Zoofotos

  1. hellboy2503 schreibt:

    Schöne Empfehlung

  2. Pingback: Heute schon im Zoo gewesen? | microstocklounge

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