Filmen mit der DSLR – Nicht ohne Stativ


Ein gutes Stativ gehört zur Grundausstattung
Es bietet sich ja an, man hält die neue Kamera in den Händen und mit ein Grund war ja die Videomöglichkeit. Schließlich ersetzt sie die Videocam, ist zum gleichen Preis dabei, eventuell war das ja auch das schlagende Argument gegenüber dem Partner oder den Eltern, ein paar Euro mehr auszugeben und im Spiegelreflexbereich einzusteigen.
Doch Vorsicht, beim Filmen mit der DSLR gilt es, einiges zu beachten, sonst wird aus der Freude nur Frust. Denn in einigen wichtigen Punkten unterscheidet sich die DSLR deutlich von der Videocam. Der erste Unterschied, der jedem sofort ins Auge sticht, der mal eine Videocam in Händen hatte und nun die DSLR in die Hand nimmt, ist schlichtweg die Haltung. Es ist leicht, mit einer Spiegelreflex ruhig ein Foto zu machen, schwierig mit der Videocam. Beim Filmen ist es, wer hätte es erwartet, genau umgekehrt. Zum Einen haben nicht alles Spiegelreflexkameras einen Verwacklungsausgleich für Bewegungen (!!!), zum anderen sind Schwenks auch schon mit den Videocams schwierig.
Soll also der erste Videoabend mit den eigenen Filmchen nicht zum Wackelfiasko werden, gilt es, sich bestimmte Grundlagen anzueignen.
Gegen das Wackeln hilft natürlich ein Stativ am Besten. „Super“ ruft nun der Fotospezialist, „das hab ich natürlich“. Allerdings ist Stativ nicht Stativ, oder besser gesagt, Stativkopf nicht Stativkopf. Man möchte schließlich auch mal einen Schwenk machen, sei es, daß man die Kinder beim Spielen verfolgt, den Hund beim Jagen filmt, oder einfach die Bergkulisse in langsamen (!!!) Panoramaschwenk wirken lassen möchte. Wer nun sein einfaches Stativ zum Schwenken überredet, wird schnell von den Ergebnissen ernüchtert. Nunja, wird der geneigte (und nun vielleicht auch genervte) Leser einwenden, das ist halt nunmal so, dafür ists halt ein Fotostativ, also halte ich die Kamera einfach still beim Filmen. Über Sinn und Unsinn einen Film „stillstehend“ zu gestalten, möchte ich nun wirklich nicht diskutieren…. Sie wissen worauf ich hinaus möchte.
Ein Stativ muß beim Videofilmen eben auch Schwenks ruhig und gleichmäßig erlauben. Das schließt das Fotografieren damit sicherlich nicht aus.

Ich nutze seit Beginn der DSLR-Film-Ära ein Velbon CX-686.
Butterweiche Schwenks seitlich und „höhig“ gelingen damit wunderbar.
Natürlich gibt es dieses Schmuckstück „schon“ nicht mehr in jedem Geschäft, genauer gesagt wird es Ihnen schwer fallen, dieses Stativ überhaupt noch irgendwo zu finden. „Dödel“ werden Sie jetzt sicher denken, „warum erzählt ers mir dann?“. Nicht ganz unrichtig, aber es gibt natürlich Alternativen. Schließlich sind sich auch die Stativhersteller durchaus bewußt, daß hier ein stetig wachsender Bedarf besteht.

Velbon hat mit dem DV-7000 entsprechend reagiert.
Gut 100.- Euro muß man da schon investieren.

Wer es ein wenig preisgünster mag, sollte sich mal das Velbon CX-586 ansehen.
Der kleine Bruder (oder die kleine Schwester?) des CX-686 ist noch lieferbar und liegt mit unter 50.- Euro in einem wirklich sehr angenehmen Preisbereich. Die Kundenrezensionen bestätigen dabei die Qualität und die Eignung des Stativs auch für Videoschwenks.

Damit steht dem nächsten selbstgedrehten Actionkrimi oder der eigenen Familiensoap nun wirklich nichts mehr im Wege. Natürlich gibt es auch weitere gute Hersteller, achten Sie bei den Rezensionen auf die video- und vor allem schwenktauglichkeit.

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Eine Antwort zu Filmen mit der DSLR – Nicht ohne Stativ

  1. Josef schreibt:

    Guter Artikel. Obwohl ich sagen muss, dass die genannten Stative schon sehr im unteren Preissegment angesiedelt sind. Wir verwenden Manfrotto und Sachtler. Wenn man einmal mit einem mit einem richtigen Videostativ gefilmt hat, dann kommen einem die Velbon leider sehr minderwertig vor. Man sollte auch überlegen wie lange man ein Stativ hat. Kameras wechselt man nach 2-3 Jahren. Ein Stativ sollte locker 10 Jahre reichen. Wenn man dann noch etwas mehr investiert, dann hat man auch noch länger was davon.

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