Günstiger gehts nimmer – Das 50mm/1.8 von Canon



Da wird von „Scherben“ gesprochen, man könne auch gleich durch einen Flaschenboden fotografieren, so detailliert werden die günstigen Objektive oft verspottet, die mit den Kameras gerne im Kit verkauft werden. Oft ist es hier auch egal, ob vom Original- oder Fremdhersteller. Der Fotograf selbst, gerade als Einsteiger, merkt davon erstmal nichts. Meist als Aufsteiger aus dem Kompaktbereich erfreut man sich an der nun doch deutlich sichtbaren Qualitätssteigerung und verbannt derartige Aussagen in den Bereich der 1001-Nacht-Saga. Mit der Zeit wird man kritischer, vergleicht die Schärfe der eigenen Fotos und kommt zu dem Schluß, daß entweder doch etwas dran ist, oder mit Softwaremitteln nachgeholfen wurde. Doch wie kommt man nun an die wirklich gute Qualität ohne gleich sein Haus zu verpfänden? Gibt es denn diese Qualitätsunterschiede wirklich?
Kurz gesagt, ja, die gibt es. Es hat durchaus seinen Grund, daß „gleiche“ oder zumindest ähnliche Objektive plötzlich Preisunterschiede von über 1.000.- Euro.
Aber wie kann ich nun selbst, günstig, mal ein wirklich gutes Objektiv bekommen? Die Antwort ist, zumindest bei Canon, sehr einfach. In früheren Zeiten war das 50mm Festbrennweitenobjektiv das Einsteigerobjektiv überhaupt. Zooms waren noch unbezahlbar und qualitativ auch eher grenzwertig. Während sich das Karussell zumindest bei den Zoomobjektiven zur Freude der Anwender schneller gedreht hat, bleibt die Diskrepanz der einfachen und günstigen Objektive zur Qualität bestehen.
Deshalb back to the roots. Das 50mm/1.8 von Canon, mit nur knapp über 100.- Euro fristet dieses Objektiv schon lange kein Schattendasein mehr. Im Gegenteil, auch gestandene Fotografen haben dieses Objektiv oft in ihrem Köcher. Die Gründe sind einfach. Der Preis ist hervorragend, ähnlich wie die optische Leistung, die man in dieser Preisklasse schlichtweg sonst nirgendwo findet. Dazu noch die hohe Lichtstärke von 1.8, da bekommt man beim ersten Betrachten der Fotos schon fast Tränen in die Augen und fragt sich, warum es denn damals unbedingt der Flaschenboden mit Zoom sein mußte und man nicht gleich die Festbrennweite zum gleichen Preis vorgezogen hat.
Der Tipp also für alle, die sehr gute Bildqualität zum kleinen Preis suchen: Das Canon EF 50 mm 1:1,8.
Der wirklich einzige Minuspunkt ist das doch recht billig wirkende Plastikgehäuse, aber das  hat einen ja bei der Einstiegsscherbe auch nicht gestört.

Übrigens, an einer Kamera mit APS-C-Sensor ergibt sich eine theoretisch optimale Portraitbrennweite mit hoher Lichstärke und damit schön steuerbarer Tiefenschärfe. Das mit dem theoretisch erkläre ich demnächst an anderer Stelle, denn im Gegensatz zu vielen Aussagen und Erklärungen, ändert sich die Brennweite nicht wirklich, nur der abgebildete Ausschnitt.

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