Die Zweit- oder Einstiegskamera


Ja was denn nun, werden Sie vielleicht fragen. Zweitkamera oder Einstieg? Für mich ist das keine Frage. Die Einstiegskamera sollte so gewählt werden, daß sie später auch problemlos als Zweitkamera ihre Dienste tun kann, sollte man das Hobby weiter ausbauen. So gelten für beide die gleichen Voraussetzungen.
Bitte erwarten Sie jetzt keine Markenwerbung von mir, auch wenn ich als Canon-User natürlich diese Marke bevorzuge. Wenn ich hier also Beispiele gebe, werden es natürlich die Kameras dieser Marke sein, aber Sie finden problemlos qualitativ vergleichbare Technik bei Nikon. Warum ich nur Canon und Nikon erwähne? Das können Sie hier in einem anderen Artikel von mir nachlesen.

Gerade am Anfang spielt oft das Budget eine große Rolle. Man möchte doch erstmal klein anfangen, damit, falls es nicht klappt, der Verlust nicht so groß ist. Doch gerade hier verbirgt sich die größte Gefahr. Nicht umsonst heißt es „Wer billig kauft, kauft zweimal“. Gehen Sie davon aus, daß die preislich günstigsten Einsteigermodelle sicher irgendwo Beinträchtigungen haben. Das muß nicht einmal die Bildqualität sein. Die Sensoren sind oftmals die gleichen, die auch in teureren Modellen werkeln. So bleiben die Bildunterschiede oft marginal. Aber….. es sind oft die Kleinigkeiten, die man dann doch schmerzlich vermissen wird. Sei es die Möglichkeit auch im raw-Format zu fotografieren, in der vollen HD-Auflösung (1080) zu filmen oder externe Gerätschaften (z.B. Mikrofone, um nur eins zu nennen) anzuschließen.

Wer wirklich die absoluten Einstiegskameras ins Auge faßt, sollte sich in dieser Preisklasse dann eher mal bei den sehr guten Kompakten umschauen. Eine billige Einstiegskamera kauft man meist auch mit einem entsprechenden Einstiegsobjektiv. Spätestens hier schlägt die Bildqualität sich doch nieder. Und kein Verkäufer wird Ihnen zu einer Canon 1100D oder Nikon 3100 für knapp über 300.- € ein gutes Objektiv zum gleichen Preis anbieten. Meist gibts das Kitobjektiv direkt dazu. Bei ausreichend gutem Licht und entsprechend abgeblendet bieten sicher auch diese gute bis sehr gute Bildleistungen, aber meist nur dann. Deshalb mein Rat: Gehen Sie eine Stufe höher, da kann es auch durchaus das Vorgängermodell der aktuellen Serie sein.

Als Beispiel empfehle ich hier gerne die Canon Eos 550D. Sie bietet alles, was auch den engagierten Amateur zufrieden stellt. Die Bildqualität ist mit den 18 Megapixeln hervorragend, das Rauschverhalten bis ISO 800 gut bis sehr gut. Video gibts im HD-Vollformat und externe Stereomikrofone lassen sich einfach anschließen. Die Kamera hat inzwischen sogar schon zwei Nachfolger, was sich auf den Preis natürlich sehr positiv auswirkt. Zum einen die Canon Eos 600D und die Canon Eos 650D.

Beim Objektiv gehe ich von den „Scherben“, wie die günstigen Einstiegs- und Kitobjektive gern genannt werden, weg und empfehle ein Fremdobjektiv. Das Tamron 28-75/2.8 für Canon beziehungsweise das Tamron 28-75/2.8 für Nikon, wenn doch der Konkurrent das Objekt der Begierde ist. Ein Objektiv, das hervorragende Bildqualität bereits leicht abgeblendet bietet. Aber auch mit der Anfangsöffnung von 2.8 gelingen noch Bilder bei Lichtverhältnissen, bei denen die günstigen Einstiegsobjektive die Segel streichen.

Nicht zu vergessen, diverses Zubehör, wie Speicherkarten, Zweitakku, Tasche usw. Aber geben Sie mir ein wenig Zeit für den Zubehörbereich :-).

Was hat das nun mit der Zweitkamera zu tun?
Ganz einfach. Entweder wird die Einstiegskamera irgendwann durch ein besseres Modell ersetzt, dann macht es Sinn, eine brauchbare Ersatzkamera zu besitzen. Sei es, um zwei Gehäuse mit zwei verschiedenen Objektiven zu bestücken, was den Wechsel bei sich schnell ändernden Aufnahmesituationen vereinfacht und sehr beschleunigt.
Oder, falls man gleich mit einer „großen“ Kamera begonnen hat, aus den eben genannten Gründen eine zweite Kamera zu nutzen. Da macht es schlichtweg keinen Sinn, wenn die Kamera starke Einschränkungen zu der anderen hat. Denn ganz sicher hat man dann, wenn man es braucht, das falsche Objektiv auf der falschen Kamera :-).

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